Was sich wie eine Meldung aus Absurdistan anhört, ist in Degersheim leider Realität: Das Entsorgen von Katzenstreu im Robidog. Das ist weder erlaubt noch ist es eine wirkungsvolle Sparmassnahme für das kleine Haushaltsportemonnaie.
Als Robidog werden die grünen Behälter bezeichnet, die in der Regel mit einem Einwurf und einem Beutelspender versehen sind. Die Behälter sind für das Entsorgen von Hundekot in den dafür zur Verfügung stehenden Säcken gedacht. Es liegt auf der Hand, dass in den Robidog-Behältern auch anderer "Gelegenheitsabfall" entsorgt wird. Dies ist auch völlig in Ordnung. Schliesslich ist es sowohl für die Mitarbeitenden des Werkhofs wie auch für die Bevölkerung angenehmer, wenn der alte Kaugummi, das Verpackungspapier vom Znüni oder die PET-Flasche im Robidog landet, als in der Wiese nebenan.
Katzenstreu im Robidog?
Soweit so gut. Weniger gut ist, wenn die Abfallentsorgung im Robidog groteske Züge annimmt. So meldet die Abteilung Werke, dass in vergangener Zeit vermehrt kiloweise Katzenstreu in Robidog-Behältern landet. Nebst der doch erstaunlichen Dummdreistigkeit dieser Aktion ist es für die Mitarbeitenden des Werkhofs sehr mühsam, die gefüllten Innensäcke der Robidogs zu entfernen. Im schlimmsten Fall reissen diese und der ganze Abfall fällt auf den Boden. Die Gemeindeverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass Hausabfall nicht in öffentlichen Abfallbehältern entsorgt werden darf. Auch der Spareffekt einer solchen Aktion hält sich sehr in Grenzen. Ein 35l-Gebührensack kostet ganze zwei Franken. Dies sollte auch für ein schmales Budget erschwinglich sein.


