Die Gefahr durch Trockenheit im Kanton St. Gallen nimmt schnell und deutlich zu. Die aktuelle Situation ist mittlerweile mit den Rekordsommern 2003 und 2018 vergleichbar. Der Kanton verfügt darum erste Massnahmen im Norden des Kantons. Es ist grosse Vorsicht im Umgang mit Feuer geboten.

Seit Mai herrschen in der Nordostschweiz Hitze und Trockenheit. Im Juni sind nur zwischen 50 bis 80 Prozent der normal üblichen Niederschläge gefallen. Die Trockenheitslage im Kanton St. Gallen hat sich in den letzten Wochen schnell und deutlich verschlechtert. Ohne flächendeckende und regelmässig wiederkehrende Niederschläge werden die Abflüsse, Seewasserstände und Grundwasserstände weiter sinken. Lokale Gewitter geben keine Entspannung der Trockenheitssituation. Der Fachstab Trockenheit des Kantons St. Gallen hat die Naturgefahrenstufe für Trockenheit für die Gemeinden Flawil und Degersheim auf Stufe 3 «erhebliche Gefahr» erhöht. Die Waldbrandgefahr liegt aktuell auf Stufe 2 «mässige Waldbrandgefahr». Der Kanton mahnt zum vorsichtigen Umgang mit Feuer in der Natur. Schon brennende Streichhölzer und Funkenflug eines Grillfeuers können einen Brand entfachen.

Massnahmen und Verhaltensanweisungen

Wald und Waldränder

  • Machen Sie Feuer nur in bestehenden Feuerstellen.

  • Beobachten Sie das Feuer, und löschen Sie einen Funkenwurf sofort.

  • Löschen Sie das Feuer beim Verlassen der Feuerstelle vollständig.

  • Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Privater Wasserverbrauch

  • Verbot von Wasserentnahmen für den Gemeingebrauch

  • Sparsamer Umgang mit Wasser!

Wasserentnahmen Landwirtschaft

  • Verbot von bewilligten Entnahmen aus sämtlichen kleinen Oberflächengewässern in Flawil und Degersheim. Bezügerinnen und Bezüger werden persönlich, schriftlich informiert.

  • Sparsamer Umgang mit Wasser!

  • Einschränkung der Bewässerung auf Neubepflanzungen

  • Bewässerung nur in verdunstungsarmen Tages- und Nachtzeiten