Seit Ende August 2024 werden in verschiedenen Kantonen der Nordwest- und Nordostschweiz Fälle der Blauzungenkrankheit festgestellt. Nun wurde auch ein erster Fall bei einem Schaf im Kanton St.Gallen bestätigt.
Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer, die durch Gnitzen (kleine Mücken) übertragen wird. Betroffen sind in erster Linie Schafe und Rinder. Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr. Bei Rindern und Ziegen sind die Symptome bei einer Infektion meist kaum sichtbar. Bei Schafen kann die Krankheit von unauffällig bis sehr schwer und auch tödlich verlaufen. Klassische Symptome einer Blauzungenerkrankung sind Fieber, Schwellungen im Kopfbereich, Blutungen und Atembeschwerden sowie Fehlgeburten. Auch kann eine bläuliche Verfärbung der Zunge auftreten, die der Krankheit ihren Namen gibt. Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, wird in einer betroffenen Tierhaltung der Tierverkehr untersagt und Massnahmen zur Verminderung des Mückenbefalls umgesetzt. Bislang kam es bei dem Fall im Kanton St.Gallen nicht zu einem schweren Verlauf.
Verdachtsfälle melden
Tierhalterinnen und Tierhalter sind angehalten Verdachtsfälle umgehend ihrer Bestandestierärztin oder ihrem Bestandestierarzt zu melden, welche die erforderlichen Untersuchungen veranlassen. Eine frühzeitige Erkennung und Meldung können helfen, die Ausbreitung der Krankheit zu kontrollieren. Zudem sollten Tierhalter regelmässig ihre Tiere auf Symptome überprüfen und vorbeugende Massnahmen ergreifen.


