Im Frühling hatte der Verkehrsverein Degersheim einen Wettbewerb zum schönsten Garten in der Gemeinde ausgeschrieben. Nun hat die Jury ihre Bewertungen abgeliefert und der Siegergarten ist gekürt. Er liegt am Sonnenberg.
Im Frühling hat der VVD im Rahmen der Aktion «Degersheim zum Anbeissen» einen Wettbewerb der schönsten Gärten in der Gemeinde ausgeschrieben. Bis zum Anmeldeschluss Ende Mai waren die Fotos von 24 Bewerbungen aus Degersheim und Wolfertswil eingegangen. «Damit habe ich nicht gerechnet», sagte VVD-Präsident Thomas Scherrer damals. Dass es so viele schöne Gärten gibt und wohl noch mehr, deren Besitzer oder Besitzerinnen den Schritt zur Begutachtung aber noch nicht wagten, überraschte und freute den Verkehrsverein. Gleichzeitig war man ziemlich gespannt darauf, wie sich die eingereichten Gartenprojekte über den Sommer noch entwickeln werden.
Viel Arbeit für die Jury
Viel Arbeit wartete dann Ende August auf die vierköpfige Jury mit Edith Hug, Andrea Senn, Rosmarie Feiss und Victor Schönenberger. Zwei Dutzend Gartengestaltungen mussten möglichst am gleichen Tag aufgesucht und bewertet werden. «Wir hatten uns diverse Kriterien zurechtgelegt, nach denen wir die Gärten einschätzen und bewerten wollten», sagte die Präsidentin der Jury, Edith Hug. Kriterien unter anderen waren: Ist der Garten ein Nutzgarten oder fürs Auge gestaltet? Haben die Besitzer ihren Garten selber gestaltet oder von einem Profi machen lassen? Welcher Garten bietet Abwechslung, welches ist der vielfältigste, der bunteste, der kreativste oder ausgefallenste Garten? Gibt es Bäume, Insekten, Vögel, einheimische Pflanzen? Wie wird er gepflegt, bewässert, gedüngt?
420 Punkte im Maximum
«Es war nicht einfach», so Hug, «wir haben viel diskutiert und abgewogen.» Die Kriterien wurden mit Punkten bewertet, 105 Punkte gab es maximal zu gewinnen, bei vier Juroren also 420 Punkte. Fast das Maximum erreicht hat ein Garten am Steineggweg, nämlich der Garten der Familie Susan und Christoph Manhart und ihrer fünf Kinder. Susan Manhart ist die Gartengestalterin: «Mein Grossvater hatte hier schon einen Garten ums Haus, und als wir das Haus übernommen hatten, war klar, dass der Garten weiter bestehen bleibt.» Nur, so Frau Manhart weiter, hatten ein paar Sachen geändert und umgebaut werden müssen bis die Gartenanlage so war, wie sie es sich vorstellte.
Alle leben mit und im Garten
Ihr Garten sei ganz klar ein Familiengarten, sagte Susan Manhart. Alle bringen sich hier ein, alle leben mit und in ihm. Es gibt unzählige verschiedenste Zier- und Nutzpflanzen, Blumen, Gemüse, Früchte, Kräuter, versteckte Ecken, alte Bäume, ein Schiff als Spielgerät, ein Reblaube sowie Katzen, Hühner, Wachteln, Enten, Goldfische und Kaninchen. Stets gibt es etwas, das reif ist, sei es beim Gemüse oder bei den süssen Beeren. Mit ihrem Familiengarten gewann die Familie Manhart den ersten Preis beim ersten Gartenwettbewerb des VVD. Ganz nah ans Ergebnis des Manhart'schen Gartens schaffte es der Garten von Mäggi und Christian Ämisegger an der Neugasse. Als drittschönster Garten wurde der von Ruth und Wolfgang Hächler an der Weierwiesstrasse eingestuft. Die Preissumme von 1000 Franken wurde auf die drei Ersten der Rangliste verteilt. Wahrscheinlich, so Thomas Scherrer, werde es auch im nächsten Jahr einen Gartenwettbewerb geben. Wenn ja, werde er rechtzeitig ausgeschrieben.


