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title: "Weniger aufräumen hilft Tieren durch den Winter"
author: "Yvonne Grau"
published: 2026-10-05
region: "Wil"
canonical_url: https://flawil-degersheim.regioticker.ch/article/05-10-26-weniger-aufraumen-hilft-tieren-durch-den-winter
publisher: RegioTicker
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---# Weniger aufräumen hilft Tieren durch den Winter

**Laub, Äste und verblühte Pflanzen müssen im Herbst nicht vollständig aus dem Garten verschwinden. Sie bieten Igeln, Insekten, Vögeln und weiteren Tieren Nahrung und geschützte Winterquartiere.**

Wenn die Tage kürzer werden, beginnen vielerorts die Arbeiten, um den Garten auf den Winter vorzubereiten. Dabei lohnt es sich, nicht jede Ecke gründlich aufzuräumen. Was häufig als Gartenabfall betrachtet wird, kann für zahlreiche Tiere wertvoll sein.

Verblühte Stauden und andere samentragende Pflanzen wie Sonnenblumen oder Karden dienen Vögeln in der kalten Jahreszeit als natürliche Futterquelle. Auch Beeren an Sträuchern und Hecken sowie liegen gebliebenes Fallobst können den Tieren Nahrung bieten, wenn das Angebot im Winter knapper wird.

### Schutz in Laub und Ästen

Ein Laubhaufen an einer ruhigen Stelle schützt Marienkäfer, Laufkäfer und weitere Insekten vor der Kälte. Auch Erdkröten und Igel nutzen das Laub als Unterschlupf. Gleichzeitig kann eine Schicht aus Laub, Herbstgras oder Stroh auf Gartenbeeten den Boden und die Pflanzen vor Frost schützen.

Äste und Reisig, die beim Rückschnitt anfallen, lassen sich zu einem Haufen oder einer sogenannten Benjeshecke aufschichten. Werden die dickeren Äste unten und die feineren Zweige darüber angeordnet, entstehen unterschiedlich grosse Hohlräume. Darin finden Mäuse, Insekten und andere Kleintiere Schutz. Auch Vögel suchen in solchen Strukturen nach Nahrung.

### Pflanzenstängel bis zum Frühling stehen lassen

Nicht nur Laub- und Asthaufen sind wertvoll. Manche Wildbienen legen ihre Brutzellen in hohlen Pflanzenstängeln an. Bleiben diese über den Winter stehen, können sich die darin heranwachsenden Tiere ungestört entwickeln und im Frühling schlüpfen.

Ein naturnaher Garten braucht deshalb im Herbst nicht überall ordentlich und leer zu sein. Wer Laub, Reisig, Fallobst und verblühte Pflanzen teilweise liegen oder stehen lässt, schafft mit wenig Aufwand wichtige Rückzugsorte für Tiere und spart zugleich Arbeit.

Quelle: Naturschutz.ch

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