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title: "Offene Jugendarbeit startet im September"
author: "Gemeinde-News Degersheim"
published: 2021-05-06
region: "Degersheim"
canonical_url: https://flawil-degersheim.regioticker.ch/article/06-05-21-offene-jugendarbeit-startet-im-september
publisher: RegioTicker
image: https://www.degersheim.ch/newsimg/thumb_1620202036_210507jugendarbeit-front.jpg
---# Offene Jugendarbeit startet im September

**Viele Jugendliche engagieren sich aktiv in Vereinen. Dennoch ist auch eine Offene Jugendarbeit von Seiten der Gemeinde erforderlich. Nicht nur, weil sie gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern auch, um diejenigen Jugendlichen erreichen zu können, welche nicht in einem Verein mittun können oder wollen. Ab dem 1. September übernimmt die MOJUGA Stiftung für Kinder- und Jugendförderung in Degersheim diese wichtige Aufgabe.**

Viele Jugendliche engagieren sich aktiv in Vereinen. Dennoch ist auch eine Offene Jugendarbeit von Seiten der Gemeinde erforderlich. Nicht nur, weil sie gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern auch, um diejenigen Jugendlichen erreichen zu können, welche nicht in einem Verein mittun können oder wollen. Ab dem 1. September übernimmt die MOJUGA Stiftung für Kinder- und Jugendförderung in Degersheim diese wichtige Aufgabe.

Wenn man über die offene Jugendarbeit sprechen möchte, sollte man sich zuerst einmal vor Augen führen, was die Idee dahinter ist. Wie kam der Gesetzgeber dazu, die Gemeinden zur Jugendarbeit zu verpflichten? Schnell ist man doch zur Aussage verleitet, es gäbe genügend Vereine und Möglichkeiten, so wie in Degersheim, in welchen sich die Jugendlichen engagieren und integrieren können. Die vorherrschende Meinung, wonach die Jugendarbeit dem Zweck dient, die Jugendlichen zu unterhalten oder sogar zu bespassen greift aber zu kurz.

**Was ist Offene Jugendarbeit**

Die Offene Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit mit einem sozialpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag. Sie ist eine wichtige Akteurin der ausserschulischen Bildung und begleitet, unterstützt und fördert Jugendliche im Rahmen von Beziehungsarbeit auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Ihre Angebote schaffen Freiräume, in denen Jugendliche ihre spezifischen Bedürfnisse und ihre Andersartigkeit in Abgrenzung zur Erwachsenenwelt leben und eigene und jugendkulturelle Initiativen entwickeln können. Im Gemeinwesen setzt sich die offene Jugendarbeit dafür ein, dass Jugendliche sozial, kulturell und politisch integriert sind, sich wohl fühlen und sich zu Personen entwickeln können, die Verantwortung für sich selbst und für das Zusammenleben in der Gemeinde übernehmen und an den Prozessen der Gesellschaft mitwirken.

**Im öffentlichen Raum**

Aber wie kann diese Aufgabe erfüllt werden? Nachdem die J-eff GmbH, welche bis Ende 2019 für die Offene Jugendarbeit in Degersheim verantwortlich war, ihren Betrieb eingestellt hatte, musste sich der Gemeinderat mit dieser Frage auseinandersetzen. Dabei kam er zum Schluss: «Wie die Jugendarbeit erfolgt, soll nicht der Gemeinderat festlegen, sondern die Jugendlichen selber», so die Leiterin des Geschäftsfeldes Soziales, Catarina Eisenring. Sie führt weiter aus: «Die Jugendarbeitenden sollen zuerst den Kontakt mit den Jugendlichen im öffentlichen Raum suchen und während diesem Kontakt zusammen mit den Jugendlichen Ideen entwickeln, was darüber hinaus angeboten werden kann».

**Bedürfnisgerecht und vernetzt**

Möglichkeiten sind verschiedene vorhanden und im Oberstufenschulhaus steht ein grosser, zweckmässiger Raum zur Verfügung, der für verschiedenste Jugendanlässe genutzt werden kann. Bei der aufsuchenden Jugendarbeit sollen die Bedürfnisse der Jugendlichen abgeholt werden, um schrittweise bedarfsgerechte Angebote, Veranstaltungen oder Jugendtreffs einzuführen. Diese sollen sich etablieren und später regelmässig durchgeführt werden. Für die Erfüllung der Aufgaben der Jugendarbeit ist auch eine gute Vernetzung mit den bereits auf freiwilliger Basis vorhandenen Angeboten nötig. Ein Zusammenspiel von Vereinen und der Offenen Jugendarbeit der Gemeinde ist für den Gemeinderat sehr wichtig.

**Langjährige Erfahrung**

Mit der Umsetzung hat der Gemeinderat die MOJUGA Stiftung für Kinder- und Jugendförderung betraut. Die MOJUGA ist in diversen Gemeinden im Kanton Zürich aber auch in den Gemeinden Neckertal, Oberhelfenschwil, Hemberg und Schönengrund für die offene Jugendarbeit zuständig. Sie kann entsprechend auf ein grosses Netzwerk zurückgreifen und weist langjährige Erfahrung auf. Die MOJUGA wird ein Team zusammenstellen, das für Aufgaben in Degersheim zuständig ist, so dass die Jugendlichen eine ihnen bekannte Ansprechperson haben. Die Jugendarbeit startet am 1. September. Geplant ist, bereits im Vorfeld erste Netzwerkarbeiten in Angriff zu nehmen

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