Die letzte Geschichte des Tegerscher Buebs handelt von der Fasnacht in Degersheim. In dieser Episode verrät der Tegerscher Bueb seine Identität gleich selbst.
Als chline Bueb wäri äfach au emol gern ad Fasnacht. Aber ebe so ä Fasnacht isch domohl no för die katholische Gofe gse. Bi ös dehä hetz ghäässe, die Reformierte gönd nöd a Fasnacht. Di grosse Buebe hend Ärbet zueteilt übercho, Holz hacke zum Bispiel, so isch d’Fasnacht us ihrem Sinn cho. D’Määtle und i sind denn ide Nöchi vo de Muetter beschäftigt wore. E Wili bin i denn alä gsi, i ha Glegeheit gno, ha e Schuhschachtle gno, ha Auge, Nase und es Muul inne gschnitte und ha die Schuhschachtle ufs Gsicht bonde. I ha schnell en alte Tschope vom Vater aglät und en Huet het au nöd dörfe fähle. I dere Mondur bi i im Globe gsi, kei Mensch kenn mich. I bi richtig Chronesaal glofe und do uf de Höchi vom Rösslibrunne isch d’Rosmarie, wo nebet üs gwohnt het, entgege cho. Sie isch drü, vier Johr älter gsi als i und i globe, sie isch als Zigüneri verchleidet gsi. Sie isch uf mi zue cho und het gruefe: «Je, de Chrigeli Hartma got zobet no a Fasnacht met em alte Tschope vom Vater und em Huet und enere Schuhschachtle!» I mir isch e Welt zemebroche, i ha doch gmänt niemer kenni mi met em Tschope vom Vater. I bi denn ganz schnell he glofe hinder de Rosemarie ond si het immer wieder gsät: «Je de Chrigeli Hartma got a Fasnacht.»
Der Tegerscher Bueb ist…
Der Degersheimer, der die Flade-Redaktion während des letzten Jahres mit unterhaltsamen Geschichten versorgt hat, ist Christof Hartmann. Er und seine Frau haben diese Kindheitserinnerungen in Mundart aufgeschrieben und dem Flade-Blatt zur Verfügung gestellt.


