Mit dem Beginn der Sommerferien endet ein weiteres Schuljahr. Für 31 Jugendliche geht damit die obligatorische Schulzeit zu Ende. Das neue Schuljahr ist in organisatorischer und personeller Hinsicht vorbereitet.

551 Schülerinnen und Schüler werden im nächsten Schuljahr in 28 Klassen an der Schule Degersheim beschult. «Nachdem wir bereits letztes Jahr einen neuen Rekord verbuchten, übertrumpfen wir in diesem Jahr erneut», sagt Schulratspräsidentin Annemarie Schwizer. Auf den Sommer 2021 treten 62 Kinder in den Kindergarten ein. Auch mit dieser Zahl erreicht die Schule Degersheim einen neuen Höchststand. Die steigenden Schülerzahlen stellen die Primarschule vor grosse Herausforderungen. Die Mittelstufe wächst bis in Schuljahr 2022 um eine weitere Klasse. Jede Ecke des bestehenden Schulraums wird möglichst optimal genutzt. Die temporäre Nutzung der Aula bringt auf das neue Schuljahr eine Entlastung. «Das Provisorium erlaubt es, weiterhin sämtliche Angebote zweckmässig unter einem Dach anbieten zu können. Dies bedeutet ein grosses Plus bezüglich Schülerwohlsein, Organisation und Pädagogik», sagt der Schulleiter Kindergarten & Primarschule Stefan Gübeli. Die steigenden Schülerzahlen wirken sich auch auf die Musikschule aus. So kann auch sie für das kommende Schuljahr ein kräftiges Plus an Anmeldungen verbuchen.

Personelle Veränderungen

Neben dem Schulraum müssen für die vielen Schülerinnen und Schüler auch Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Neu im Team der Schule Degersheim sind ab dem kommenden Schuljahr Anita Bühler (Lernschloss), Tabea Lüdtke, Markus Giger, Sarah Brunner, Peter Schneider und Monika Kuster (Primarschule), Michaela Wettach und Fabian Winzap (Oberstufe) sowie Sibylle Wiget, Gabriele Wiens, Ramon Wehrle und Christian Sandgaard (Musikschule). Sie ersetzen, neben den in den Ruhestand tretenden, Kerstin Kury Fäs und Rebekka Koller (Primarschule) sowie Bernhard Wahl und Alexander Kästli (Musikschule). Der Schulrat freut sich, dass er alle Stellen termingerecht besetzen konnte.

Schulleitungswechsel

Eine wesentliche Veränderung erfolgt in der Oberstufe. Alois Holenstein gibt seine Schulleiterfunktion nach 22 Jahren ab. Seit der Einführung des Schulleitermodels in der Gemeinde Degersheim führte er die Oberstufe Degersheim und gehörte damit zu den ersten Schulleitern im Kanton St. Gallen. Alois Holenstein war bei unzähligen Projekten beteiligt und setzte diese erfolgreich und mit viel Elan um. Der Schulrat dankt ihm herzlich für seine langjährige und sehr engagierte Zusammenarbeit und freut sich, dass Alois Holenstein der Schule Degersheim als Lehrperson erhalten bleibt. Als sein Nachfolger wird Sandro Regazzoni die Schulleiterfunktion ab 1. August 2021 übernehmen.

Gerda Peyer übernimmt die Schulleitung Kindergarten

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres nimmt Gerda Peyer aus Schwarzenbach ihre Arbeit als Schulleiterin Kindergarten in einem 40 Stellenprozentpensum auf. Gerda Peyer ist ausgebildete Kindergartenlehrperson mit langjähriger Erfahrung und bringt Fachwissen aus der Privatwirtschaft mit. Sie hat sich bereits im Voraus in einzelne Themengebiete eingearbeitet. Stefan Gübeli bleibt Schulleiter der Primarschule. Der Schulrat heisst Gerday Peyer bereits heute herzlich willkommen und wünscht ihr viel Freude in ihrer neuen Tätigkeit.

Jubiläum

Drei Lehrpersonen der Schule Degersheim können in diesem Jahr ein Dienstjubiläum feiern. Sandra Gahler ist seit 30 Jahren als Kindergartenlehrperson tätig. Ebenfalls 30 Jahre ist Toni Helbling als Primarschullehrer tätig. Mit 10 Jahren ist Barbara Manser (Musikschule) die Dritte im Bunde. Der Schulrat dankt den langjährigen Mitarbeitenden für das grosse Engagement und wünscht ihnen weiterhin viel Freude bei der Ausübung der Arbeit.

Fünf Lehrpersonen treten in den Ruhestand

Mit dem Ende des Schuljahres treten fünf Lehrpersonen der Schule Degersheim in den wohlverdienten Ruhestand. Sie alle zusammen schauen auf 147 Jahre Erfahrung in der Schule Degersheim zurück.

Die Schule Degersheim hat auf Ende Schuljahr zehn Kündigungen zu verzeichnen, wobei fünf davon ordentliche Pensionierungen sind. Ursula Späti verlässt uns infolge Pensionierung nach 30 Jahren, Beatrice Bätschmann nach 19 Jahren, Walter Germann nach 31 Jahren, Edith Van Rhijn nach 41 Jahren und Marie-Thérèse Schönenberger nach 26 Jahren. «Es ist schön, so langjährige Lehrpersonen in unserem Schulbetrieb zu haben», sagt Annemarie Schwizer

Edith van Rhijn und Marie-Thérèse Schönenberger

Edith van Rhijn und Marie-Thérèse Schönenberger haben in all den Jahren unzähligen Musikschülerinnen und -schüler die Freude an der Musik vermittelt. Edith van Rhijn unterrichte während 41 Jahren hauptsächlich das Fach Blockflöte und musikalischer Grundkurs. Marie-Thérèse Schönenberger war während 26 Jahren Klavierlehrerin. Beide waren über all die Jahre mit voller Energie dabei und haben die Schülerinnen und Schüler auch auf die vielen tollen Musikschulkonzerte vorbereitet.

Ursula Späti

Über 30 Jahre förderte Ursula Späti unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler im Kindergarten Sonnenrain. Mit viel Liebe und pädagogischem Geschick bereitete sie ihre Sprösslinge auf den Übertritt in die Primarschule vor. Zu Beginn der geleiteten Schule in Degersheim hatte Ursula Späti die Funktion als Schulleiterin Kindergarten inne, welche sie bis Ende Schuljahr 2007 mit grossem Engagement ausgeübt hat.

Walter Germann

Während 31 Jahren führte Walter Germann etliche Klassenzüge der Mittelstufe im Schulhaus Steinegg. Unzählige Degersheimer Schülerinnen und Schüler durften von seiner langjährigen Berufserfahrung wie auch von seiner ruhigen und strukturierten Art profitieren. Als langjähriges Mitglied der Chamoson-Kommission war ihm der Kontakt zu unserer Partnergemeinde Chamoson ein grosses Anliegen. Viele Male reiste er mit seinen 6. Klässlern ins Klassenlager nach Chamoson, um dort mit dem Dorf und mit der französischen Sprache in Kontakt zu kommen.

Beatrice Bätschmann

Beatrice Bätschmann unterrichtete während 19 Jahren mit viel Freude das textile- und technische Gestalten im Schulhaus Steinegg. Die Schülerinnen und Schüler durften aus ihrem Unterricht viele schöne und nützliche Gegenstände mit nach Hause nehmen, die Vielen auch heute noch in bester Erinnerung sind.

Die einzige Konstante, welche die frisch pensionierten Lehrpersonen in ihrer Berufswelt erlebt hatten, war die die Veränderung. Die Volkschule steht im dauernden Wandel und muss sich immer wieder den Gegebenheiten der Umwelt anpassen. All diese Veränderungen haben unsere Lehrpersonen erfolgreich im Schulalltag umgesetzt. Der Schulrat dankt allen von Herzen für ihre grosse Flexibilität, ihrer konstruktive und langjährige Zusammenarbeit und wünscht ihnen für den neu beginnenden Lebensabschnitt beste Gesundheit und alles Gute.