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title: "Sind E-Zigaretten harmlos?"
author: "Gemeinde-News Degersheim"
published: 2023-03-09
region: "Degersheim"
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publisher: RegioTicker
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---# Sind E-Zigaretten harmlos?


Der Konsum von E-Zigaretten oder Vapes gehört in der Schweiz mittlerweile zum Alltag. Die harmlos aussehenden Produkte können von Minderjährigen problemlos erworben werden, bergen aufgrund ihres Nikotingehalts jedoch grosses Suchtpotential. Die offene Jugendarbeit Degersheim bietet Informationen und Unterstützung für Jugendliche, Eltern sowie Lehr- und Bezugspersonen an.

Nachdem der Konsum von Zigaretten bis ins Jahr 2007 zurückging und seither stagniert, ist nun ein neuer Trend aufgetaucht, der sowohl Eltern als auch Fachleute beunruhigt: Der Konsum von E-Zigaretten oder sogenannten Vapes. Diese sehen harmlos aus und fallen durch ausgefallene Geschmacksrichtungen auf. Der Trend kommt aus den USA und erfreut sich seit dem letzten Jahr grosser Beliebtheit. Ein Ende davon ist nicht absehbar. Der Begriff «Vapen» ist vom englischen Wort «vaping» abgeleitet, was in Deutsch verdampfen heisst. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette wird bei E-Zigaretten kein Tabak verbrannt, sondern eine Flüssigkeit elektronisch erhitzt und verdampft. Der Dampf wird jedoch gleich wie der Tabakrauch durch Inhalation konsumiert. Die Flüssigkeit, auch Liquid genannt, enthält Aromastoffe, Lösungsmittel und oft Nikotin. Gleich wie gewöhnliche Zigaretten machen Vapes süchtig. Im Gegensatz zum Zigarettenkonsum fallen aber die negativen Konsumeigenschaften weg: Das Kribbeln oder Kratzen im Hals, das den Genuss einer Zigarette stören kann, ist praktisch nicht vorhanden oder entfällt vollständig. Auch kann der Körper durch das Vapen eine grössere Menge Nikotin aufnehmen, als er es mit Tabak möglich wäre.

Gemäss dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sind die langfristigen gesundheitlichen Folgen grösstenteils noch unerforscht. Die Weltgesundheitsorganisation verweist auf Studien, die zeigen, dass Vaping das Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen erhöhen kann und betont, dass der Nikotinkonsum von Kindern und Jugendlichen schädliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns hat. Die Vapes-Geräte unterliegen aufgrund einer Gesetzeslücke keiner Altersbeschränkung und können praktisch überall gekauft werden. Im neuen Tabakproduktegesetz, das im Jahr 2024 greifen soll, sind E-Zigaretten den Tabakprodukten gleichgesetzt und dürfen somit nicht mehr an Minderjährige verkauft werden.

Für Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehr- und Betreuungspersonen ist es sehr schwierig, den Konsum von E-Zigaretten zu erkennen: Der Geruch von Vapes ist im Gegensatz zum Tabakrauch sehr schwach und verfliegt so schnell wie der sichtbare Dampf. Aufgrund der Vielfältigkeit der Geschmacksrichtungen ist es auch schwierig, diesen zu identifizieren. Aufgrund ihres unauffälligen Äusseren, das Leuchtstiften ähnelt, fallen die Vapes auch in einem Etui oder in einer Handtasche nicht auf.

Die offene Jugendarbeit Degersheim weist ebenfalls auf die Probleme des E-Zigarettenkonsums hin. Interessierte finden auf www.jugendarbeit-degersheim.ch in der Rubrik Elternratgeber: E-Zigaretten weitere Informationen zum Thema. Bei weiteren Fragen steht Lukas Galli für Auskünfte gerne zur Verfügung: lukas.galli@mojuga.ch oder 079 941 34 50.

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