Obwohl das Projekt «Degersheim zum Anbeissen» erst in diesem Jahr so richtig aufblühen soll, sind bereits letztes Jahr erste Vorbereitungsarbeiten erfolgt und erfolgreich umgesetzt worden. Frei zugängliche Pflanzbeete und ein Naschgarten erfreuten bereits im vergangenen Herbst die Bevölkerung.
Einen Salat mitnehmen in Vorbeigehen - gut wenn man ein Sackmesser dabei hat. Oder ein halbes Dutzend Radiesli, dazu brauchts kein Messer, aber ein Säcklein oder eine Zeitungsseite zum Einpacken wär von Vorteil. Denn die Radischen aus dem Selbstbedienungsbeet, oder auch der Sellerie oder die Rüebli, sind nicht so blitzsauber gereinigt wie jene aus dem Supermarkt. Doch einen geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Salat, Radiesli, Rüebli, Sellerie, Rosmarin oder Salbei - sie sind geschenkt. Offeriert von der Bevölkerung, bestimmt für die Bevölkerung. Aber natürlich nur aus den Beeten, in denen das Täfelchen «Degersheim zum Anbeissen» steckt. So funktioniert das Projekt «Degersheim zum Anbeissen». Wo diese Beete sind, lässt sich auf einer Karte, die auf der Homepage der Gemeinde eingebettet ist, nachsehen.
Grossangelegtes Projekt
Doch die Selbstbedienungsbeete sind nur ein Teil des grossangelegten Projekts, für das die St.Galler Kantonalbank anlässlich ihres 150. Geburtstages im nächsten Jahr dem Verkehrsverein 100'000 Franken zur Verfügung gestellt hat. VVD-Präsident Thomas Scherrer: «Ein zweites, schon sichtbares Projekt ist der neue Naschgarten beim Kindergarten Bergstrasse. Dort haben wir einen etwas vernachlässigten Teil des Gartens umbauen lassen und eine wunderschöne Ecke mit Beerenstauden und Gemüsebeeten sowie Sitz- und Spielgelegenheiten gemacht.» Auch wenn die Arbeiten etwas spät aufgenommen werden konnten, so hatte es noch vor dem ersten Schnee gespriesst und geblüht, und schon hatten Nachbarn und Passanten die ersten Salate geerntet. Ganz im Sinne von «Degersheim zum Anbeissen» hat die Bevölkerung «angebissen» beim gratis Angebot.
Im Frühling weitere Teilprojekte
Hinter den Kulissen wird in der DzA-Projektgruppe des VVD weiter diskutiert und projektiert, denn man will diesen Frühling mit weiteren Teilprojekten bereit sein. Ein Waldlehrpfad soll rund um den Hornberg (Wolfensberg) entstehen und ebenso ein Kräuterlehrpfad mit vier Stationen im Dorf. Die Projektleiter für diese Teilprojekte sind bestimmt und die Planungen in Zusammenarbeit mit Fachleuten sind bereits weit fortgeschritten. Ein weiteres Teilprojekt heisst «Grünstadt-Label». Hierbei unterstützt der VVD die Bemühungen der Gemeinde zur Erreichung dieses Labels. Mehr dazu lässt der VVD im Verlaufes des Jahres verlauten, sagt Thomas Scherrer: «Wir stehen da erst am Anfang.»
Nicht auf dem Erreichten ausruhen
Während die Planungen und Gärten über den Winter nun ausgeruht haben, ruhte man sich im VVD nicht auf dem Erreichten aus. „Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Hauptversammlung des VVD, verbunden mit der offiziellen Eröffnung des Naschgartens beim Kindergarten“, so Scherrer. An diesem Anlass werden auch Fachleute Tipps und Tricks an Unbedarfte ebenso wie fortgeschrittene Hobbygärtnerinnen und –gärtner vermitteln. Der Termin für diesen Anlass steht fest: 28. April 2018 um 10.00 Uhr. Wer in diesem Jahr eigene Kleinprojekte plant, kann diese auf der Webseite der Gemeinde anmelden.


