Die Jagd ist vor allem im Herbst sichtbar. Dann treffen sich die Jägerinnen und Jäger, um gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Und nicht zuletzt weist das herbstliche Wild-Angebot in den Restaurants darauf hin, dass Jagdzeit ist. Die Jägerinnen und Jäger sind jedoch, meist unsichtbar, bereits das ganze Jahr über für ihre Leidenschaft im Einsatz.

Wichtige Bestandsregulierung

Anfangs Oktober beginnt die traditionelle Herbstjagd. Mit der dabei stattfindenden Gesellschaftsjagd ist ein sehr effizientes Jagen möglich. Die Gesellschaftsjagd erfordert den Einsatz von Jagdhunden und Treibern, weshalb dies auch als "laute Jagd" bezeichnet wird. Sie ist gemäss Fredi Mittelholzer, Präsident und Obmann der Jagd Degersheim, wichtig, um die vom Kanton verfügte Abschussvorgabe zu erfüllen. "Der Kanton fordert in unserem Revier den Abschuss von mehr als 50 Rehen. Ohne die Gesellschaftsjagd ist uns das Erreichen dieser Quote nicht möglich." Mitte Dezember endet dann das Jagdjahr und die Winterruhe kehrt ein, bis im nächsten Frühling wieder die aktive Jagd startet.

Für den Kanton im Einsatz

Im Kanton St.Gallen ist die Jagd ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Sie ist als Miliz-System organisiert und vom Kanton beaufsichtigt. Die Jägerinnen und Jäger tragen durch ihre Arbeit zur Regulierung der Wildbestände bei, um ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Land- und Forstwirtschaft und dem Schutz der Wildtiere zu gewährleisten. Ihre Aufgaben sind vielfältig und umfassen die Überwachung und Verwaltung der Wildtierpopulationen, die Beratung bei Fragen zum Zusammenleben von Mensch und Wildtier sowie die Intervention bei Wildunfällen. Das übergeordnete Ziel ist es, ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Natur zu fördern und Konflikte zu minimieren.