Viele Autowäschen finden vor der eigenen Haustüre statt. Dabei ist den privaten Wäschern selten bewusst, dass sie damit viel gutes Trinkwasser verschwenden und dazu noch das Grundwasser belasten. Die dem Waschwasser oft in großzügiger Dosis beigegebenen Chemikalien sowie die bei der Wäsche gelösten Schadstoffe und Ölreste sickern direkt ins Erdreich oder müssen in der Kläranlage erst wieder aufwändig neutralisiert werden. All dies ist aus ökologischer Sicht nicht vertretbar und auch verboten.
Professionelle Autowaschanlagen arbeiten sehr umweltschonend. Sie unterliegen strengen behördlichen Auflagen und werden regelmäßig überprüft. Bei einer professionellen Autowäsche werden, dem Lack zuliebe, bis zu 500 Liter Wasser eingesetzt. Dieses für jede Wäsche neu aus dem Trinkwassernetz zu entnehmen, wäre eine Vergeudung wertvoller Ressourcen. Deshalb kommen heute in den meisten Waschanlagen effiziente Abscheide- und Wasserrückgewinnungsanlagen zum Einsatz. Das gebrauchte Wasser wird gereinigt und anschließend wiederverwendet. Im gebrauchten Waschwasser enthaltene Schmutzpartikel und Chemie-Rückstände (Reinigungsmittel, Lackschutz usw.) werden herausgefiltert und ordnungsgemäß entsorgt. Sie gelangen also gar nicht erst in die Umwelt. Die Recyclingquote der professionellen Waschanlagen liegt bereits bei 90 Prozent – mit weiter steigender Tendenz. Es ist daher aus vielerlei Hinsicht zu empfehlen, die Autos nur in dafür vorgesehenen Anlagen zu waschen.


