Nach dem Abschluss des Abwassersanierungsprojekts verfügen nun sämtliche Liegenschaften im Buebental über einen Anschluss an die Kanalisation, so dass ihr Abwasser in der Abwasserreinigungsanlage Oberglatt geklärt werden kann. Der Gemeinderat hat mittlerweile die Schlussabrechnung genehmigt, welche aufgrund einer Projekterweiterung und herausfordernden Bauumständen knapp 180'000 Franken über den Kostenvoranschlag liegt.

Das Abwassersanierungsprojekt Buebental war in jeder Hinsicht eine grosse Herausforderung für sämtliche Beteiligten. Nachdem bereits im September 2017 der Gemeinderat die Durchführung der Sanierung beschlossen hatte, sollte es nochmals über zwei Jahre bis zum Spatenstich dauern. Die aufwändigen administrativen Vorarbeiten waren Grund dieser Verzögerung. Auch die Bauarbeiten waren eine Herausforderung. Die neuen Abwasserleitungen führen nicht nur durch eine Gewässerschutzzone, sondern auch durch eine Fruchtfolgefläche. Entsprechend galt es gemäss den Weisungen des Kantons eine bodenkundliche und eine hydrogeologische Baubegleitung beizuziehen und deren Anordnungen zu befolgen. Eine Tatsache, welche die Ausführung der Arbeiten oft verzögert hat. Im Verlaufe der Arbeiten wurde das Projekt erweitert, indem weitere drei Liegenschaften (zwei davon auf dem Gemeindegebiet von Oberuzwil) an die Abwasseranlagen angeschlossen wurden. Mittlerweile sind aber alle Leitungen verlegt und die Gräben wieder zugeschüttet. Die genannten Mehraufwände und Verzögerungen hatten Mehrkosten zur Folge, die sich in der Schlussabrechnung nun zeigen. Mit 669'777 Franken liegen die Gesamt kosten rund 36 Prozent über dem ursprünglichen Kostenvoranschlag von 490'000 Franken. Gegenüber dem erweiterten Kostenvoranschlag betragen die Mehrkosten knapp 16 Prozent.