---
title: "Jahresrückblick der Gemeinde Degersheim"
author: "Gemeinde-News Degersheim"
published: 2018-12-20
region: "Degersheim"
canonical_url: https://flawil-degersheim.regioticker.ch/article/20-12-18-jahresruckblick-der-gemeinde-degersheim
publisher: RegioTicker
image: https://www.degersheim.ch/newsimg/thumb_1545237199_181221-oberstufenschulhaus.jpg
---# Jahresrückblick der Gemeinde Degersheim


Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. Was hat in Degersheim in den zurückliegenden zwölf Monaten bewegt. Ein Blick zurück.

**Einweihung saniertes Oberstufenschulhaus**

Am Samstag 26. Mai 2018 durften Gemeindepräsidentin, Monika Scherrer, und Schulratspräsidentin, Annemarie Schwitzer, das sanierte Oberstufenschulhaus wieder offiziell dem Schulbetrieb übergeben. Im Anschluss an den Festakt stand das Schulhaus allen Interessierten zur freien Besichtigung offen. Mit dem Tag der offenen Türe ging die rund zwei Jahre dauernde Bauzeit zu Ende, während welcher das Schulhaus etappenweise saniert wurde. Um den Schulbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen erfolgten die Hauptarbeiten in den Ferienzeiten. Neben statischen Verbesserungen und optischen Auffrischungen wurde das Schulhaus vor allem energetisch so aufgerüstet, dass es seinen Energiebedarf massiv verringern kann. Durch die Sanierung genügt das Schulhaus wieder mehrere Jahrzehnte lang höchsten Ansprüchen und bietet genügend Schulraum für die kommenden Generationen von Oberstufenschülerinnen und -schülern.

**Wasserversorgungssicherheit**

Das heisse und vor allem trockene Jahr 2018 hat aufgezeigt, dass auch in unseren Gegenden das Wasser nicht einfach unendlich vorhanden ist. Es ist darum wichtig, sich bezüglich der Wasserversorgung möglichst breit abzusichern, um im Notfall auf verschiedene Optionen zurückgreifen zu können. Die Wasserversorgung Degersheim hat schon länger verschiedene Massnahmen geplant, welche im zu Ende gehenden Jahr umgesetzt wurden. Mit einer Verbindungsleitung von Wolfertswil bis Magdenau wurde Magdenau an das Wasserversorgungsnetz Degersheim angeschlossen. Damit kann Magdenau nicht nur Wasser von Wolfertswil oder Degersheim beziehen, nötigenfalls kann in Magdenau gefördertes Grundwasser auch bis nach Degersheim gepumpt werden. Das Reservoir Feld wurde so umgerüstet, dass das Wasser in der Transportleitung nach Herisau in beide Richtungen fliessen kann. Somit könnte Degersheim auch Wasser von Herisau beziehen.

**Deutschtreff etabliert**

Grundkenntnisse der Deutschen Sprache sind Voraussetzung, um sich in der Gesellschaft zu integrieren. Dank Unterstützung von elf freiwilligen Helferinnen kann die Gemeinde Degersheim seit diesem Jahr für Migrantinnen und Migranten einen Deutschkurs anbieten. Der Deutschtreff findet wöchentlich statt und ermöglicht den durchschnittlich zehn Teilnehmenden aus acht Nationen sich mit der deutschen Sprache auseinanderzusetzen und anzufreunden. Anhand der Themen, welche zum Vermitteln der Sprachkenntnisse besprochen werden, wird den Kursteilnehmenden auch sonst sehr viel Wissenswertes mit auf den Weg gegeben. Wie läuft ein Arztbesuch ab, wie funktioniert unser Schulsystem oder wie heissen die umliegenden Ortschaften? Die jeweiligen Themen sind so gewählt, dass die Integration auf vielerlei Ebenden erleichtert wird. Der Deutschtreff ist sehr beliebt und der Austausch unter den Kursteilnehmenden aber auch mit den Kursleiterinnen wird sehr geschätzt.

**Jubiläum und Erweiterung der Kita**

Im Mai vor 15 Jahren erhielt die gemeindeeigene Kindertagesstätte Kieselstein vom Amt für Soziales die Betriebsbewilligung und öffnete kurz darauf ihre Türen. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen stieg seither stetig an, so dass eine Erweiterung des Angebotes dringend nötig wurde. Pünktlich auf das Jubiläum im Mai 2018 bewilligte das Amt für Soziales die Erweiterung der Kita um vier Betreuungsplätze, welche per sofort angeboten werden konnten. Die Erweiterung und das Geburtstagsfest wurden am 23. Juni 2018 mit einem Tag der offenen Türen gefeiert. Viele Angehörige und Interessierte liessen sich von den stolzen Kindern zeigen, wo sie in der Tagesstätte jeweils spielen, schlafen und essen.

**Ortsplanung**

Wie in den vergangenen Jahren befasste sich der Gemeinderat auch im Jahr 2018 vielfach mit der Ortsplanung. Nachdem die Arbeiten am Richtplan mehrheitlich abgeschlossen waren, ging es darum, einen neuen Zonenplan und ein neues Baureglement auszuarbeiten. Mittlerweile sind die Arbeiten an den Erlassen weit fortgeschritten und Richt- und Zonenplan sowie auch der Entwurf des Baureglements wurden bereits vom Kanton vorgeprüft. Nun geht es darum die Anregungen des Kantons umzusetzen, so dass der Bevölkerung baldmöglichst genehmigungsfähige Ortsplanungsinstrumente zur Mitwirkung unterbreitet werden können. Auch die Vorarbeiten an weiteren Instrumenten der Ortsplanung wie dem Kulturgüterschutzinventar oder dem Schutzinventar Natur und Landschaft wurden bereits an die Hand genommen.

**Sorge tragen**

Sich sorgen heisst, sich um das Wohlergehen von jemandem kümmern - oder eben - besorgt sein. Wir benützen das Wort auch für einen achtsamen Umgang mit- und untereinander.

In der Regel tragen wir zu dem Sorge, was uns wichtig ist. Wir pflegen Beziehungen, gehen sorgfältig mit uns wichtigen Gegenständen um oder schliessen unsere Wertsachen sogar ein. Wir sollten nicht nur sorgsam mit dem umgehen, was uns wichtig ist, sondern auch mit dem, was Anderen wichtig sein könnte. Wer die Bedürfnisse des Anderen respektiert, beachtet und möglicherweise erfüllt, der sorgt sich um diesen. Die vielen Menschen, welche sich freiwillig engagieren, sei es im Sport, in der Kultur, in der Jugendarbeit, in der Politik, in der kirchlichen Arbeit usw. tragen Sorge zur Gemeinschaft und zur Vielfalt.

In einer Gemeinde kommt Vieles zusammen, dem man Sorge tragen sollte. Den Mitmenschen, der Umwelt, den Finanzen, dem Ortsbild, der Natur, der Landschaft und anderes mehr. Trägt man dem einen Sorge, ist vielleicht das andere beeinträchtigt. Die Bedürfnisse liegen oftmals weit auseinander oder sind sogar gegenteilig. Ist man zum Beispiel für ein gutes Wachstum besorgt, belastet man die Landreserven und die Natur. Sorgt man für ein lebendiges und aktives Dorf, sind die Interessen derer beschnitten, welche die Ruhe vorziehen.

Trotz aller Gegensätze, trotz aller „Wenn und Aber“ können wir alle aufeinander Acht geben, sei es in der Familie, in der Nachbarschaft oder am Arbeitsplatz. In diesem Sinne fordere ich Sie auf: „Hebed Sorg zonenand“.

Von Herzen wünsche ich friedvolle Weihnachtstage und alles Gute im neuen Jahr.

Ihre Gemeindepräsidentin, Monika Scherrer

---

> **Über RegioTicker:** RegioTicker ist ein regionaler Live-News-Ticker. Artikel werden von Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen aus der lokalen Community verfasst, damit Einwohnerinnen und Einwohner jederzeit wissen, was in ihrer Region passiert.
