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title: "Immer mehr Biodiversität"
author: "Gemeinde-News Degersheim"
published: 2021-10-21
region: "Degersheim"
canonical_url: https://flawil-degersheim.regioticker.ch/article/21-10-21-immer-mehr-biodiversitat
publisher: RegioTicker
image: https://www.degersheim.ch/newsimg/thumb_1634716033_211022biodiversitaet.jpg
---# Immer mehr Biodiversität


Mit dem Erhalt des Label Grünstadt Schweiz vor knapp zwei Jahren sind die Bemühungen der Gemeinde Degersheim für mehr Biodiversität und eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung noch lange nicht abgeschlossen. Im Gegenteil. Die Gemeinde ist stetig darum bemüht, ihre Grünflächen so zu gestalten, dass sie für alle einen Mehrwehrt bieten.

Unter Biodiversität, oder auch Artenvielfalt, wird die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten verstanden, welche auch die genetische Vielfalt innerhalb einer Art und die biologische Vielfalt der Lebensräume, wie Wälder, Seen oder Wiesen umfasst. Die Nachhaltigkeit soll dafür sorgen, dass der Effekt nicht nur einmalig oder von kurzer Dauer ist, sondern möglichst lange anhält. Nach und nach werden in der Gemeinde Degersheim bestehende Grünflächen - und seien sie noch so klein - entsprechend angepasst. Rasenflächen weichen womöglich Blumenwiesen und Wechselflorrabatten werden mit mehrjährigen, standorttypischen oder einheimischen Pflanzen bestückt.

**Geduld ist gefragt**

«Was lange währt, wird endlich gut», besagt ein bekanntes Sprichwort. Ein Sprichwort, das auch bei der Umgestaltung von Grünflächen zu vielfältigen Wiesen gut angewendet werden kann. Oder in den Worten des Leiters Werke, Simon Witzig: «Säht man eine mehrjährige Blumenwiese an, sieht es die ersten zwei Jahre nicht sehr schön aus». Viele dieser mehrjährigen Pflanzen blühen im ersten Jahr noch nicht und erscheinen wie Unkraut. «Später blühen sie aber umso schöner und zahlreicher», erklärt Simon Witzig weiter. Zudem wird bei der Wahl des Saatgutes darauf geachtet, dass die Pflanzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen, so dass sowohl fürs Auge wie auch für die Bienen immer etwas vorhanden ist.

**Pflegeleicht**

Im Gegensatz zum Wechselflor ist eine mehrjährige Bepflanzung pflegeleicht und nicht auf eine künstliche Bewässerung angewiesen. Abgesehen davon sind sie ein Paradies für Bienen, Insekten und andere Kleintiere, da deren Umgebung nicht immer wieder von Menschenhand verändert wird. Beispiele finden sich beim Friedhofparkplatz, beim Postpärkli, bei der Entsorgungsstelle am Bahnhof und an vielen anderen Orten. Trotz der Vorteile, die eine mehrjährige Bepflanzung mit sich bringt, wird der Wechselflor aber nicht überall ersetzt. «An gewissen Stellen macht eine pflegeintensive Bepflanzung durchaus Sinn», erklärt Simon Witzig. «Vor allem im Wechselspiel mit alternativ bewirtschafteten Flächen kann dadurch eine wunderbare Optik entstehen».

**Bäume und Neophyten**

Die Bemühungen der Gemeinde um mehr Biodiversität und Nachhaltigkeit erschöpfen sich nicht in der Neugestaltung von Grünflächen. Ältere Bäume werden in Zusammenarbeit mit Baumspezialisten gepflegt, damit sie sich gesund entwickeln und dauerhaft bestehen bleiben können. Auch die Bekämpfung der invasiven Neophyten ist eine immerwährende Aufgabe in der Grünflächenpflege. Dabei ist die Gemeinde auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, welche gefordert ist, auch die privaten Grünflächen neophytenfrei zu halten, um eine Ausbreitung auf benachbarte Flächen zu unterbinden.

**Grünstadt als Inspiration**

Das Engagement der Gemeinde für Biodiversität und Nachhaltigkeit bleibt bei der Bevölkerung nicht unbemerkt und hat bereits zur Nachahmung inspiriert. Beispielsweise ist so auf private Initiative bei einer Wiesenfläche an der Feldeggstrasse ein kunterbunter naturnaher Garten entstanden. Ein Garten, der nicht nur Erholungsraum für Menschen ist, sondern vielen Tieren und Pflanzen ideale Lebensräume bietet und diverse Früchte und Gemüse beheimatet.

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