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title: "Der Heilkräuterpfad entsteht"
author: "Gemeinde-News Degersheim"
published: 2019-05-23
region: "Degersheim"
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publisher: RegioTicker
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---# Der Heilkräuterpfad entsteht


Auf der Südseite des Hotel Wolfensberg hat Gartenbauer Bruno Vanzo in den letzten Tagen ein Kräuterbeet in Spiralform aufgebaut. Der besondere Kräuterturm ist Teil des Verkehrsvereins-Projekts eines Heilkräuterrundwegs durch das Dorf.

. «Degersheim zum Anbeissen» - DzA - damit gewann der Verkehrsverein Degersheim 2017 beim 150-Jahre-Jubiläum der St.Galler Kantonalbank ein Budget von 100'000 Franken für die Umsetzung ihrer Idee, Degersheim nachhaltig schmackhafter zu machen. Ganz im Sinne der Idee stellten sich die Initianten im VVD unter anderem einen Heilkräuterpfad durch das Dorf vor. Ein Rundweg, auf dem man alpenländische Kräuter entdecken kann. Die Idee ist neben dem Pflückgarten beim Kindergarten Bergstrasse und der Zertifizierung der Gemeinde zur Grünstadt ein weiterer Projektteil innerhalb von «Degersheim zum Anbeissen».

Kräuter kennenlernen

«Man kann auf dem Pfad diverse Kräuter nicht nur kennenlernen, sondern erfährt auch, wozu sie gut sein können», sagt Thomas Schneider, Drogerieinhaber im Dorf und Betreuer des Projekts. Zusammen mit Gartenbauer Bruno Vanzo hat Schneider die Idee ausführungsbereit entwickelt. Bruno Vanzo ist in den letzten Wochen zur Tat geschritten und hat mit Sohn Livio Vanzo beim Hotel Wolfensberg eine sogenannte «Kräuterspirale» aufgebaut. «Die Spirale wäre jetzt bereit, ich wollte aber noch die Eisheiligen abwarten bevor wir mit dem Pflanzen beginnen», sagte Vanzo vor einer Woche. Danach zeigte das Thermometer zögerlich wieder nach oben und darum haben die beiden Gartenbauer vor einer Woche mit der Pflanzung beim Wolfensberg begonnen.

Pflanzenarten ausgesucht

Drogist Thomas Schneider hat die Pflanzenarten ausgesucht: «Wir wollen möglichst einheimische, alpenländische und mehrjährige Heilkräuter setzen. Also keine exotischen Kräuter, sondern solche die in unserer Kultur zuhause sind». Es sei überhaupt kein Problem, das Beet voll zu bekommen. Im Gegenteil, zwei weitere Standorte seien vorgesehen, um möglichst viele heimische Kräuter anpflanzen zu können. «Es gibt viel mehr, als man denkt», sagt Schneider, «Auf den Wiesen, entlang den Wegen oder in den Wäldern sind überall Kräuter mit Heilwirkungen zu finden. Auf solche Kräuter wollen wir hinweisen und das Wissen über deren Einsatz sichtbar machen». In der Region natürlich wachsende Pflanzen entlang des Rundwegs wolle man nicht extra anpflanzen, sie seien ja schon da: «Es ist vorgesehen, mit Schildern auf diese Kräuter hinzuweisen».

**Heilkräuter und Arzneien**

Der geplante Heilkräuterpfad führt von der Drogerie zum Föhrenwäldli, dann zum Wolfensberg und kehrt via katholische Kirche zum Ausgangspunkt zurück. Der Pfad folgt damit in Teilen dem «Rond om Tegersche-Weg», auch er ein Lehrpfad mit locker gesetzten Informationstafeln. So entsteht im Laufe der nächsten Tage auch bei der katholischen Kirche ein Pflanzbeet für Heilkräuter, verrät Bruno Vanzo. Drogist Schneider spricht dabei auch von «Arzneipflanzen», also Kräutern, aus denen natürliche Medikamente hergestellt werden oder selbst hergestellt werden können. DzA-Projektleiter Thomas Scherrer meint: «Die Erklärungen können auch dazu dienen, sich selber Kräuterpflanzen anzulegen oder einen heilsamen Tee selbst zu machen». Doch man muss nicht, meint Schneider: «Viele der Kräuter kann man sich getrocknet oder als Tinktur auch in der Drogerie besorgen».

**Unterhalt sichergestellt**

Die Heilkräuterspirale beim Hotel Wolfensberg wurde auf dem Gelände des Hotels angelegt. Er ist barrierefrei von der Strasse her zugänglich, es wurde ein Weg angelegt und eine Holzbank aufgestellt. Damit ist ein kontemplatives Plätzchen entstanden. Die St.Galler Kantonalbank hat im Rahmen ihres 150-Jahre-Jubiläums dem VVD letztes Jahr 100'000 Franken zur Verfügung gestellt und begleitet die Projekte aktiv durch Projektgötti Werner Britt: «Eigentlich hatte unsere Bank gewünscht, dass alle Projekte bis Ende 2018 fertiggestellt sind. Doch wir haben gesehen, dass der Zeitraum doch etwas kurz war. So werden viele Projekte erst 2019 fertig, was aber ihrer Nachhaltigkeit keinen Abbruch tut». Apropos Nachhaltigkeit: Der Heilkräuterpfad wird unterhalten werden müssen und das kostet. DzA-Projektleiter und VVD-Präsident Thomas Scherrer: «Die Unterhaltskosten sind überschaubar und im Pflanzjahr und 2020 sind sie gedeckt. Danach wird die Verantwortung beim Verkehrsverein liegen».

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