In Wolfertswil und Degersheim finden seit vielen Jahren Adventsfenster-Aktionen statt. Dabei sollen sich die Einwohnerinnen und Einwohner bei den Fenstern treffen und gemeinsam Zeit verbringen. Die Organisatorinnen blicken zufrieden auf die Vorbereitungszeit zurück und freuen sich auf kreative und spannend gestaltete Adventsfenster.
Bereits seit vielen Jahren finden in Degersheim und Wolfertswil jährlich Adventsfenster-Aktionen statt. Die Idee ist, dass sich möglichst 23 Teilnehmende bereit erklären, mit je einem dekorierten «Fenster» einen Adventskalender zu bilden um damit die Adventszeit in den Dörfern zu bereichern. Bei der Öffnung der jeweiligen Adventsfenster entstehen oft schöne Begegnungen und wertvolle Gespräche, die gerade in der «dunklen» Jahreszeit sehr wichtig sind und geschätzt werden. Auch Kinder nutzen diese Gelegenheit gerne: Einerseits aus Neugier, wie das nächste Fenster wohl gestaltet ist, andererseits ist es eine ideale Gelegenheit für ein gemeinsames Spiel in der Dunkelheit oder auch mal eine Schneeballschlacht. Nicht nur Privatpersonen beteiligen sich an der Aktion. Auch Vereine, die Kirchen und die Schulen bieten mit ihren Kreationen eine spannende Abwechslung.
Spannende Herausforderungen
In Degersheim organisiert die Frauengemeinschaft Degersheim seit vielen Jahren die Adventsfenster, in Wolfertswil zeigt sich Melanie Steingruber verantwortlich. Mit viel Herzblut engagieren sich die Involvierten für die ganze Organisation: Sie schreiben die Aktion aus, laden zum Mitmachen ein, informieren laufend über den Stand und machen Werbung für noch offene Tage. Schliesslich soll der Adventskalender möglichst vollständig sein. In den letzten Jahren sorgten die Pandemie sowie aktuell die Strommangellage für besondere Herausforderungen, denen die Organisatorinnen jeweils mit kreativen Lösungen getrotzt haben. In diesem Jahr soll mehr Wert auf die Sichtbarkeit tagsüber gelegt werden. Auch ist es manchmal nicht einfach, sämtliche 23 Tage für den Adventskalender vollständig zu besetzen. «Manchmal muss man die Einwohnerinnen und Einwohner etwas zur Teilnahme und Kreativität motivieren» meint Manuela Eugster.
Dorfübergreifender Anlass
Keine der aktuellen oder ehemaligen Organisatorinnen weiss, seit wann es diese Aktion gibt. Sicher ist, dass sie in beiden Dörfern eine lange Geschichte hat und sich mittlerweile fest im gesellschaftlichen Leben beider Dörfer etabliert hat. Das gemeinsame Organisieren und die Zusammenarbeit sind für die beiden Organisatorinnen bereichernd und es können Synergien genutzt werden. Dadurch entsteht auch Mut zu neuen Ideen, wie dem diesjährigen gemeinsamen Anlass, dem Adventshöhenfeuer auf dem Inzenberg. Der bewusst gewählte Standort zwischen den beiden Dörfern soll auch diese Verbindung zeigen.


