Das Theater St. Gallen führte den Kindern des Schulhauses Sennrüti das Theaterstück «Der Wolf kommt nicht» vor. Mit einer einfachen Inszenierung mit wenigen Requisiten wurde den Kindern ein spannendes und vergnügliches Theatererlebnis geboten.

Das Schulhaus Sennrüti bekam am Montag, 13. November 2023 speziellen Besuch aus der Kantonshauptstadt. Eine kleine Delegation des Theaters St. Gallen ist mit ihrem Material nach Degersheim gekommen und hat in der Oberstufenturnhalle eine kleine Bühne errichtet, um den Sennrütikindern das mobile Theaterstück «Der Wolf kommt nicht» aufzuführen. Das Lehrerteam hat mit Hilfe von einigen fleissigen Kindern dazu noch eine gemütliche Zuschauertribüne aufgebaut. Die Ensemblemitglieder Sophie Angehrn und Marcus Schäfer präsentierten anschliessend die Geschichte nach dem gleichnamigen Kinderbuch: Als die Hasenmama ihr Kind am Abend ins Bett bringt, hat dieses unzählige Fragen über den Wolf. Könnte es nicht sein, dass der Wolf vorbeikommt? Wäre es nicht möglich, dass er es bis in die Stadt und dann bis an die Hasenstrasse und schlussendlich bis in die Wohnung schafft? Die Hasenmama zeigt geduldig alle Hindernisse auf, welche der Wolf überwinden müsste und versucht so das Hasenkind zu beruhigen, damit es endlich einschlafen kann. Als der Wolf am Ende trotz allen Widrigkeiten überraschenderweise vor der Türe steht, freut sich das Hasenkind darüber. Es stellt sich nämlich heraus, dass das Häschen heute Geburtstag hat und der Wolf ihm ein tolles Geschenk mitgebracht hat. Die ganze Geschichte spielten die zwei Schauspielprofis mit einfachsten wechselnden Kostümen, Kreidebildern an den mobilen Theaterwänden und riesigen Schaumstoffbausteinen. Mit wenigen Handgriffen entstanden so im Nu Häschens Bett, Fahrzeuge aus dem Strassenverkehr in der Stadt oder ein Berg. Das Theater St. Gallen hat den Sennrütikindern eindrücklich die Welt des Theaters vorgelebt. Mit einer interessanten Geschichte, wenig Requisiten und einem begeisterten Publikum haben es die Theaterleute geschafft, ein spannendes Theaterstück zu gestalten. Beeindruckend war auch, wie die beiden die Emotionen und Reaktionen der Kinder immer wieder in die Handlung einfliessen liessen und somit das Publikum zu einem Teil des Theaterstücks gemacht haben. So war es für Gross und Klein ein tolles Erlebnis.