Die Chronikstube darf bis auf Weiteres die Schaufenster an der Hauptstrasse 73 erneut kostenlos nutzen. Zu ihrer Rückkehr an einen ehemaligen Standort zeigen die Chronisten Bilder und Informationen zu Hausverschiebungen.

Auf 5 Tafeln und 31 Blätter zeigen die Gemeindechronisten allerlei Interessantes zum Thema Hausverschiebungen in Degersheim. Kurz nach 1900 waren Behörden und Private bemüht, für verschiedene Gebäude einen ihrer Bedeutung gemässen Platz im Dorf zu sichern. An der Stelle des heutigen Gemeindehauses, das als Post und Ersparnisanstalt gebaut wurde, stand bereits ein Haus. Auch eine Post gehörte damals selbstverständlich ins Zentrum des Dorfes. Der Kantonalbank mussten zwei bestehende Häuser weichen. Das evang. Pfarrhaus stände wenige Meter neben der katholischen Kirche, wäre es nicht abgebrochen worden. Die bekannten Architekten Curjel und Moser drängten die evang. Kirchbürger, genügend Platz für die evang. Kirche zu schaffen. Daher wurden mehrere Häuser abgebrochen und teilweise andernorts wieder aufgebaut. Teilweise dienten die Verschiebungen aber auch Verschönerungs- und Raumzweckenzwecken. Lange Jahre stand ein Haus neben der Villa Kuhn. Damit die Villa besser zur Geltung kam, wurde es verschoben. Ebenso wie ein kleines Haus, welches die Ansicht der Backsteinbauten der Firma Grauer-Frey störte. Damit die evang. Primarschüler nicht nur ein grosszügig ausgestattetes Schulhaus, sondern auch eine entsprechende Spielwiese erhielten, wurde das störende Bicksche Haus deshalb an die Gotthardstrasse verschoben.