Die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee lanciert mit «echo» einen regionalen Zukunftsprozess für 45 Gemeinden aus den Kantonen AR, SG und TG. Ziel ist es, die Attraktivität und Strahlkraft der Region zu stärken und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.
Die REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee initiiert, begleitet und unterstützt Projekte für eine erfolgreiche Entwicklung der Region. Auch Flawil und Degersheim sind Mitglieder. Mit dem neuen Projekt der REGIO, «echo», werden die Menschen eingeladen, in einem KI-gestützten Videocall mit ihrem 20 Jahre älteren Zukunfts-Ich zu sprechen. Im Zentrum stehen Fragen zu Lebensqualität, persönlichen Wünschen und der Zukunft der Region. Die gesammelten Eindrücke ergeben ein Stimmungsbild, das als Grundlage für die weiteren Prozessschritte dient. Die Region umfasst rund 300'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Vielfalt der 45 Gemeinden ist eine Stärke, macht es aber anspruchsvoll, den Raum als gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum sichtbar zu machen. Mit «echo» startet die REGIO einen mehrjährigen, partizipativen Prozess, der bewusst offen gestaltet ist und sich an den Werten mutig, überraschend, nachhaltig und partizipativ orientiert.
Dialog mit Künstlicher Intelligenz
Die Auswertung der Dialoge führt zu Zukunftsbildern und Themenfeldern, die in den Folgephasen vertieft werden. Künstliche Intelligenz wird dabei gezielt eingesetzt, um den Dialog mit dem Zukunfts-Ich zu ermöglichen. Die Daten werden verschlüsselt verarbeitet, sensibel gehandhabt und nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Ziel ist ein transparenter und verantwortungsvoller Umgang mit der Technologie.
Vom Dialog zur Umsetzung
Der Prozess ist in vier Phasen gegliedert. In der ersten Phase, dem echo-Dialog (2026), steht das Zuhören und Sammeln im Vordergrund. Dabei werden die Stimmen und Eindrücke der Bevölkerung aufgenommen und als Grundlage für den weiteren Prozess festgehalten. In der zweiten Phase, der Auswertung (2026/27), werden die gesammelten Rückmeldungen systematisch analysiert und gemeinsam diskutiert. Ziel ist es, zentrale Themen, Muster und Zukunftsbilder herauszuarbeiten. Die dritte Phase, die Ideenwerkstatt (2027/28), dient der Entwicklung konkreter Projekte. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden aus den erarbeiteten Erkenntnissen kreative Ideen und umsetzbare Vorhaben gestaltet. In der vierten Phase, der Umsetzung (ab 2028), werden diese Projekte schliesslich realisiert und langfristig in der Region verankert, um die Entwicklung nachhaltig zu sichern.
Der echo-Dialog läuft vom 15. Juni bis 30. September 2026. Teilnehmen können alle ab 14 Jahren unter www.echo-dialog.ch/dialog. Als Hauptpreis winkt eine massgeschneiderte Regionreise im Wert von 2’000 CHF. Ziel ist es, möglichst viele Stimmen aus der Bevölkerung einzubeziehen und gemeinsam Zukunft zu gestalten.


