Die Schulergänzende Betreuung blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Viele Kinder, ein engagiertes Team, ein grosser Umzug und zahlreiche Erlebnisse prägten das Jahr 2025. Die neuen Räume an der Steineggstrasse 9 haben frischen Schwung gebracht und bieten den Kindern und den Betreuerinnen mehr Spiel - und Gestaltungsraum sowie viele neue Möglichkeiten.
Es gibt viele Gründe, seine Kinder in die Obhut der Schulergänzenden Betreuung (SEB) zu geben: Ein Arzttermin, ein schwieriger Schulweg, eine Arbeitsstelle oder eine zu kurze Mittagspause, um nur ein paar davon zu nennen. Egal aus welchem Grund: Alle Kinder sind herzlich willkommen. Dafür sorgten auch 2025 die Betreuerinnen Rahel Eberlein, Iris Lustenberger, Manuela Mumenthaler, Monika Osterwalder und Marion Schenk.
Grosse Nachfrage
Im vergangenen Jahr waren 102 Kinder aus 61 Familien in der SEB angemeldet. Diese Kinder wurden an mindestens einem der 221 Tagen, an denen die SEB eine Betreuung anbot, betreut. Von den 221 Tagen waren 31 Schulferientage. In die SEB kommen Kinder vom 1. Kindergarten bis zur 3. Oberstufe, wobei 2025 die Hauptgruppe Kinder der Mittelstufe aus dem Schulhaus Steinegg waren. Nach wie vor besteht für das Modul 2 (Mittag 11:50 – 13:45 Uhr) die grösste Nachfrage, gefolgt vom Modul 4 (Nachmittag 15:25 – 18:00 Uhr). Durchschnittlich 20 Stammgäste begrüssten die Betreuerinnen an den bestfrequentierten Tagen am Montag-, Dienstag- und Donnerstagmittag. Dazu kamen jeweils die unregelmässigen Gäste: Kinder, die kurzfristig einen Modulplatz buchten.
Mehr Platz für mehr Kinder
An Spitzentagen verbrachten 30 Kinder den Mittag in der SEB. Dafür war der Essensraum an der Kirchstrasse 21 zu klein und die ganze Gruppe ass im Theoriesaal des Feuerwehrdepots zu Mittag, was einen grossen Mehraufwand bedeutete. Umso glücklicher war das SEB-Team über die Möglichkeit, an der Steineggstrasse 9 grössere Räume zu beziehen. Der Umzug und das Einrichten erfolgte während der Betriebsferien in der zweiten Sommerferienwoche. Nebst dem Schleppen der Einrichtungsgegenstände war vor allem die Einrichtung ein grosser Kraftakt, weil die Räume lange Zeit leer standen und die Neugestaltung viel Arbeit verursachte. Der Aufwand hat sich jedoch gelohnt: Jetzt stehen der SEB acht Zimmer und mehr Fläche zur Verfügung. Ein grosser Gewinn ist auch der Garten, den die SEB mitnutzen darf.
Vielfältige Aktivitäten
Auch am neuen Standort bietet die SEB vielfältige Beschäftigungen, denen die Kinder täglich nachgehen. Täglich entstehen neue kleine Kunstwerke im Bastelzimmer, wo sich die jungen Gäste sehr gerne aufhalten. Das beliebteste Themenzimmer bleibt aber auch am neuen Ort der Bewegungsraum, der mit seinen grossen Schaumstoffquadern zum Burgen bauen einlädt. Während der Ferien unternahmen die Kinder mit ihren Betreuerinnen täglich Ausflüge in die nahe und weitere Umgebung. Sei es eine Schnitzeljagd durch das Dorf, ein Bräteln an der Feuerstelle in Magdenau oder eine Runde Minigolf in Herisau. Nach wie vor nutzten die Kinder gerne die Spielmöglichkeiten der Schulanlage Steinegg, die gleich in der Nähe liegt.
Essen geliefert, selbst mitgenommen oder selbst gekocht
Das Küchenteam des Tertianum Degersheim liefert seit der Entstehung des Mittagstischs das Mittagessen für die Kinder. Im Jahr 2025 waren dies 2'277 Mahlzeiten. Die Zusammenarbeit hat sich gut bewährt und funktioniert einwandfrei. Der Menuplan ist jeweils auf der Homepage der Schule Degersheim ersichtlich. Somit können je nach Angebot die Kinder das Essen von zu Hause mitnehmen und dieses vor Ort aufräumen. Während der Schulferien, wenn weniger Kinder als gewöhnlich anwesend sind, haben die Kinder gemeinsam mit den Betreuerinnen ihr Essen gleich selbst gekocht.
Austausch und Weiterbildung
Der Umzug an die Steineggstrasse 9 bescherte der SEB auch neue Nachbarn. Weil der SEB-Betrieb nicht immer leise ist, ist gegenseitiges Verständnis sehr wichtig. Deswegen hat sich das SEB-Team mit den Nachbarn zum gegenseitigen Kennenlernen und einem Austausch getroffen. Das Nebeneinander funktioniert glücklicherweise einwandfrei. Der Austausch zu anderen Tagesstrukturen ist ebenfalls wichtig, weswegen Marianne Hälg, die Leiterin SEB zwei Mal jährlich am ERFA-Treff der Tagesstrukturen der Region Wil teilnimmt. Auch Weiterbildungen waren im vergangenen Jahr Thema: Im November besuchte das gesamte Team die Weiterbildung «Spielst du noch oder lernst du schon?», die vom Verein Tagesfamilien Region Uzwil organisiert wurde. Die PH Rorschach bietet die Weiterbildung "Schulergänzendes Betreuungspersonal" an, die Monika Osterwalder 2025 erfolgreich absolvierte. Mit Manuela Mumenthaler ist bereits eine weitere Betreuerin mit dieser Weiterbildung beschäftigt. Die Mitarbeiterinnen können die Erkenntnisse in das Betreuungsteam miteinbringen, was für ihre Kolleginnen sehr wertvoll ist.


