Für ein Fotoprojekt zum Thema „Angekommen“ hat die FotografinOraBürkli Halevy die Ordensfrauen im Kloster Magdenau über längere Zeit mit der Kamera begleitet. Dank dem gegenseitigen Vertrauen entstanden viele eindrückliche Bilder aus dem Alltag der Klosterfrauen. Unter dem Titel „Gekommen, Geblieben, Angekommen“ werden sie nun als Dauerausstellung im ehemaligen Kornspeicher auf dem Dachboden des Klosters Magdenau der Öffentlichkeit präsentiert. Neben den Bildern bietet die Ausstellung den Besuchern auch die Gelegenheit, sich für einmal hinter die Klostermauern zu begeben.
Die lachsfarbenen Pfeile weisen den Weg hinein ins Kloster, durch eine Türe hindurch und eine Wendeltreppe hinauf. Es mutet ein wenig eigenartig an, so alleine in den alten Räumlichkeiten des Klosters unterwegs zu sein. Darf man sich ohne Begleitung hier aufhalten? Es geht vorbei an der Klosterpforte aber der nächste Pfeil deutet noch weiter nach oben. Nach insgesamt 64 Stufen hat man das Ende der Wendeltreppe erreicht und steht vor der weit geöffneten Türe zum Dachboden. Auch ohne den zwischen alten Dachbalken aufgestellten Bildern ein eindrücklicher Raum, dem man seine Geschichte ansieht. Die Besucher der Ausstellung können dank dem speziellen Ort, der Bilder, dendazu passenden Texten und einer Filmvorführung mit Luftaufnahmen das Klosters in allen Facetten erleben.
Klösterliche Atmosphäre spüren
Dass sich die Besucher der Ausstellung ein wenig wie Eindringlinge fühlen ist durchaus gewollt. „Wir haben uns überlegt, wie wir die Menschen, die sich in der Gegend um das Kloster Magdenau aufhalten, dazu bringen können, das Kloster zu besuchen“, sagt Schwester Veronika, eine der treibenden Kräfte hinter der Ausstellung. „Es ist uns nicht möglich alle Personen durch die Anlage zu führen und doch wollen wir es möglich machen, das Kloster unverbindlich zu besuchen und die klösterliche Atmosphäre zu spüren.“ Schon länger war daher vorgesehen, zu diesem Zweck im ehemaligen Kornspeicher etwas Spezielles anzubieten. Die Idee einer Fotoausstellung wurde aber erst mit der Anfrage von OraBürkli Halevy konkret.
Grosses gegenseitiges Vertrauen
Für die Umsetzung eines Fotoprojektes zum Thema „Angekommen“, war OraBürkli Halevyauf der Suche nach einer Möglichkeit, das Leben in einem Kloster zu portraitieren und hatbei Schwester Veronika offene Türen eingerannt. ein. Auch ihre Mitschwestern waren schnell vom Projekt überzeugt und so fühltesich die Fotografin schnell wohl und willkommen. Das gegenseitige Vertrauen machte es möglich, dass OraBürkli Halevy sich mehrere Tage lang im Kloster aufhalten und mit ihrer Kamera verschiedene Situationen aus dem Klosteralltag einfangen durfte. „Die ganze Schwesterngemeinschaft hat mir grosses Vertrauen geschenkt, was Voraussetzung für dieses Langzeitprojekt war“, sagt OraBürkli Halevy mit Begeisterung. Sie bezeichnet die Ausstellung als Krönung einer wunderbaren Zusammenarbeit.
Einladung sich Gedanken zu machen
Auch Schwester Veronika und ihre Mitschwestern sind sehr zufrieden mit dem Resultat des für sie eher ausgewöhnlichen Projekts. Sie können sich mit den Bildern identifizieren und hinter diesen stehen. Dass sie als Klosterfrauen im Kloster Magdenau angekommen sind, ist aus den Fotografien gut ersichtlich. Die Ausstellung will aber nicht nur das zeigen. „Die Ausstellung soll alle Besuchenden anregen, sich Gedanken zu machen, wo man angekommen ist oder wo man ankommen möchte“, sagt Schwester Veronika. Sie hat sich während der Vorbereitungsphase selber viele Gedanken zu dem Thema gemacht und die Ausstellung mit vier Texten bereichert. Wie lange die Ausstellung geöffnet ist noch ungewiss. Sicher bis Mitte Oktober 2018 und sehr wahrscheinlich auch im Sommer 2019.
Die Öffnungszeiten der Ausstellung:
Juni-Juli-August: Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14 bis 19 Uhr
Von September bis Mitte Oktober: Samstag und Sonntag von 14 bis 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.


