Das Grundstück hinter dem ehemaligen Restaurant Sonne in Wolfertswil soll mit mehreren Mehrfamilienhäusern überbaut werden. Um eine gute Gestaltung und Planungssicherheit zu erlangen, hat die Grundeigentümerin beim Gemeinderat die Durchführung eines Sondernutzungsplanverfahrens beantragt. Der Gemeinderat hat nun entschieden, diesen Sondernutzungsplan der öffentlichen Mitwirkung zu unterbreiten.
Die Parzelle Nr. 1457 in Wolfertswil ist schon seit geraumer Zeit als Bauland ausgeschieden, jedoch noch unbebaut. Die aktuelle Eigentümerin plant nun, dort eine Wohnüberbauung mit mehreren Mehrfamilienhäusern und rund 30 Wohnungen zu erstellen. Dazu hat sie beim Gemeinderat die Durchführung eines Sondernutzungsplanverfahrens beantragt. Noch bevor der Gemeinderat in Grundsatz über dieses Plangesuch entscheidet, unterbreitet er den Vorschlag der Grundeigentümerin der öffentlichen Mitwirkung. Damit gibt er der Bevölkerung Gelegenheit, sich zum Vorhaben zu äussern. Die Mitwirkung dauert vom 31. Oktober bis am 30. November 2025. Am 10. November findet in der katholischen Kirche Wolfertswil um 20.00 Uhr eine entsprechende Informationsveranstaltung statt.
Akzeptanz und Qualität
Sondernutzungspläne ermöglichen es, in bestimmten Gebieten von den Vorgaben des Baureglements abzuweichen, um eine möglichst hochwertige und ganzheitliche Entwicklung zu fördern. Der Gemeinderat kann im Zonenplan Gebiete festlegen, in denen ein Sondernutzungsplan obligatorisch ist. Ebenfalls kann er auf Antrag der Grundeigentümerin einem entsprechenden Verfahren zustimmen. Wird ein solches Verfahren eingeleitet, verfolgt es das Ziel, eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und eine hohe Qualität der baulichen Umsetzung sicherzustellen. Die Bevölkerung erhält dabei die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens einzubringen oder im Zuge der öffentlichen Auflage Einwände zu erheben. Darüber hinaus muss jeder Sondernutzungsplan durch die städtebauliche Kommission des Kantons genehmigt werden.
Studienauftrag
Die Parzelle Nr. 1457 in Wolfertswil ist im aktuell gültigen Zonenplan als Wohnzone W2 ausgeschieden. Trotz seiner zentralen Lage in Wolfertswil und seiner beachtlichen Fläche ist keine Sondernutzungsplanpflicht vorgesehen. Dennoch möchte die Grundeigentümerin nicht einfach einzelne Häuser gemäss den Vorschriften des Baureglements erstellen, sondern eine zeitgemässe und doch zum Ortsbild passende Gesamtüberbauung realisieren. Zu diesem Zweck hat sie in einem Studienauftrag fünf Planungsbüros beauftragt, Projektvorschläge auszuarbeiten.
Beurteilungsgremium
Um die Projekte zu begleiten und schlussendlich auch zu bewerten, wurde ein Beurteilungsgremium eingesetzt, das aus Vertretern der Grundeigentümerin, renommierten Architekten, Landschaftsarchitekten und Raumplanern sowie einer Vertretung der Gemeinde zusammengesetzt war. Das Gremium hat in einer Zwischenbesprechung den Projektteams erste Beurteilungen mit auf den Weg gegeben und schlussendlich ein Projekt zur Weiterverfolgung auserkoren. Gestützt auf den Projektvorschlag erarbeitete das "Sieger"-Team ein Richtprojekt, das einem Ortsplanungsbüro wiederum die Grundlage für einen Sondernutzungsplan lieferte.
Antrag auf Planverfahren
Diesen Sondernutzungsplan reichte die Grundeigentümerin beim Gemeinderat ein. Gleichzeitig stellte sie den Antrag, ein Sondernutzungsplanverfahren durchzuführen. Der Gemeinderat hat diesen Sondernutzungsplan und das zugehörige Richtprojekt erfreut zur Kenntnis genommen und entschieden, dieses der öffentlichen Mitwirkung zu unterbreiten. Entsprechend können die Unterlagen, bestehend aus Sondernutzungsplan, Bestimmungen zum Sondernutzungsplan, Richtprojekt und Planungsbericht, vom 31. Oktober bis 30. November 2025 auf der E-Mitwirkungsplattform der Gemeinde aufgerufen werden. Eine Rückmeldung kann dort gleich online eingereicht werden.
Massvolle Erweiterung
Anlässlich seiner Beratung zeigte sich der Gemeinderat sehr erfreut über das Projekt, das sich seiner Meinung nach sehr gut in das Ortsbild einfügt und Wolfertswil in einem sehr guten Masse erweitert. Er ist vom Richtprojekt überzeugt und sieht darin eine grosse Chance für die Entwicklung der Gemeinde. Nun ist er gespannt, wie das Projekt bei der Bevölkerung aufgenommen wird und freut sich auf den Austausch mit allen Beteiligten und Interessierten anlässlich der Informationsveranstaltung am 10. November in Wolfertswil.


