Die Landschaft fliegt vorbei, Schnee wirbelt durch die Luft, Freudenschreie begleiten die rasante Abfahrt. Schlitteln ist ein unkomplizierter Wintersport, der vor allem eines machen soll: Spass. Umso unerfreulicher sind die rund 7000 Unfälle pro Jahr, die durch Stürze und Zusammenstösse mit Steinen, Bäumen, anderen Personen oder Fahrzeugen verursacht werden.

Vielfach kennen die Schlittenfahrer und -fahrerinnen das richtige Verhalten nicht. Die Geschwindigkeit wird unter- und das Fahrkönnen überschätzt. Insbesondere Kinder bis ca. 8 Jahre erkennen Gefahren erst, wenn es für eine Reaktion bereits zu spät ist. Schädel und Hirnverletzungen, Knochenbrüche oder sonstige Verletzungen an Beinen, Füssen und Rumpf sind die Folge. Die bfu gibt Ihnen Tipps zur optimalen Ausrüstung, zu sicherem Verhalten und zur richtigen Streckenwahl. Damit Sie sich aufs Schlitteln freuen können.

Ob mit Rodel, Bob oder Schlitten, eine sichere Ausrüstung gehört dazu: Tragen Sie hohe, feste Schuhe mit gutem Profil und geeignete Winterbekleidung. Ein Schneesporthelm und Handschuhe schützen vor Kälte und Verletzungen bei Stürzen.

Wählen Sie Hänge und Wege ohne Hindernisse, wie Mauern, Zäune, Fussgänger, Skifahrer oder Motorfahrzeuge. Das Benützen von Schneesportpisten ist in der Regel verboten. Idealerweise schlitteln Sie auf speziell markierten Strassen und Wegen. Wenn Sie dabei folgende Verhaltensregeln beachten, steht der rasanten Abfahrt nichts mehr im Weg:

  • Schlitteln Sie auf markierten Wegen oder Hängen mit freiem Auslauf

  • Fahren Sie sitzend (nicht liegend) und binden Sie Schlitten nicht zusammen

  • Passen Sie die Geschwindigkeit Ihrem Können und den Verhältnissen an

  • Schlitteln Sie nicht unter Alkoholeinfluss.

  • Nehmen Sie Rücksicht auf andere und überholen Sie mit genügend Abstand.

  • Halten Sie nur am Wegrand – und nicht mitten auf der Piste – an.