Der österreichische Schriftsteller wurde 1949 in Hard am Bodensee geboren und lebt heute in Hohenems und Wien. Mit diesem Buch hat er ein sehr persönliches Werk vorgelegt: den grossen Roman seiner Familie.
Der Roman erschien Mitte August im Hanser Verlag. Er beginnt mit einem vierjährigen Buben aus Coburg, der nicht weiss, dass er Eltern hat. Eines Tages kommt er mit der Eisenbahn in Lindau an. Dort holt ihn ein fremder Mann ab und begleitet ihn in ein Haus ans Bett einer gelähmten Frau. Er ist sein Vater, sie ist seine Mutter.
«Alles wird sich irgendwann irgendwie zurechtschütteln, darin liegt die Zuversicht meines Lebens», schreibt Köhlmeier. Die Geschichte fragt danach, wie man zu dem Menschen wird, der man ist. Sie erzählt von den Traumata der beiden Weltkriege, die bis in die Gegenwart nachwirken, und von einem Alltag in einer erzählsüchtigen Verwandtschaft.
Ein Autor mit vielen Auszeichnungen
Köhlmeier wurde für sein Schaffen vielfach ausgezeichnet. 2017 erhielt er den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie den Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk, 2019 folgte der Ferdinand-Berger-Preis. Zu seinen Büchern zählen neben «Mein privates Glück» Romane wie «Abendland», «Zwei Herren am Strand», «Matou», «Frankie», «Das Philosophenschiff» und «Die Verdorbenen» sowie der Essayband «Das Gute. 53 Zuneigungen».
Die Lesung findet am Bahnhofplatz 4 in Flawil statt. Der Eintritt kostet Fr. 22.–. Reservationen sind unter kontakt@clarogutenberg.ch oder telefonisch unter 071 383 20 00 möglich.


